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Mittwoch, 5. März 2014

Mit kleinen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit: Schritt 1

Vor ein paar Tagen gab es bei mir zu Hause Fisch zum Essen. Und zwar das "Schlemmerfilet" von Iglo. Doch nur kurze Zeit nachdem ich diesen, meiner Meinung nach extrem leckeren, Fisch gegessen hatte, stellte ich mir die Frage, ob ich dabei auch ein gutes Gewissen haben könnte. Denn nur ein paar Tage vorher hatte ich im Fernsehen mal wieder eine Dokumentation über die Überfischung der Meere gesehen und mich fürchterlich darüber geärgert. Was wäre denn wenn ich grade wieder einen Fisch gegessen hätte der nicht nachhaltig gefangen wurde und somit selber zu diesem Ärgernis beitrage?!

Deshalb setzte ich mich an den Computer und schaute mich etwas im Internet zum Stichpunkt "Iglo" um.
Zu meiner Überraschung fand ich einiges was positiv war. So zum Beispiel auf der Homepage von Iglo. Dort kann man nicht nur detailiert die einzelnen Gesichtspunkte von dem Programm "Forever Food" von Iglo lesen, was mich persönlich wirklich beeindruckt hat, sondern man kann ebenfalls durch einen Tracking Code den Fisch zurückverfolgen, den man gegessen hat. Natürlich kann man sagen, dass ein Unternehmen viel schreiben kann, aber kein Funke Wahrheit dahinter steckt und genauso kann auch so eine Zurückverfolgung gefälscht sein. Deshalb habe ich auch woanders nach Schlagzeilen über Iglo gesucht. Doch auch hier waren ca. 9 von 10 Berichten alle (was die Nachhaltigkeit von Iglo angeht) positiv eingestellt. Natürlich gibt es immer noch Dinge bei diesem Unternehmen, die besser laufen müssen und noch an die Umwelt angepasst werden müssen, doch das entscheidende, meiner Meinung nach, ist, dass Iglo es wenigstens ernsthaft zu versuchen scheint, denn sonst würden sie nicht ca. 40% ihrer Rohware aus zertifizierten MSC- Fischfang beziehen, mit dem WWF kooperieren und für nachhaltige Fischerei spenden.
Im Endeffekt ist es ja auch nur clever für Iglo das zu machen, denn: Erstens, liegt Nachhaltigkeit im Trend und somit wirbt man Käufer vor allem mit Nachhaltigkeit gut an. Und zweitens, ist es logisch, dass es ohne Fische auch keine Iglo Produkte mehr geben würde, also würde das Unternehmen ja gegen sich selbst arbeiten.

Hundertprozentig kann man sich natürlich nie sicher sein, ob ein Unternehmen all das positive für die Umwelt wirklich tut, oder nur damit wirbt. Aber warum sollte man immer vom Negativen ausgehen? Besonders wenn man nichts Negatives durch die Presse oder anderweitig mitbekommt?
Denn sind wir mal ehrlich: Wenn es irgendwo einen Skandal bei einem Unternehmen zu finden gäbe, weil die Werbung mit Nachhaltigkeit nur eine große Lüge ist, dann wäre doch schon sicherlich ein Journalist darauf gekommen so einer großen Story nachzugehen oder?

Es lässt sich darüber streiten, aber meiner Meinung nach kann man wenigstens die Produkte von Iglo mit Zertifizierung durch MSC, einigermaßen beruhigt essen. Dieses Zertifikat hat eventuell auch seine Fehler und Kritiken, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung und ich finde das zählt. Und wenn man doch nochmal auf Nummer sicher gehen will, dann sollte man eben gar keinen Fisch mehr zu sich nehmen.

Ich finde es im Alltag sehr schwierig ein Umweltaktivist zu sein, denn es hat nun mal nicht jeder die Möglichkeit, sei es wegen zeitlichem oder finanziellem Mangel, sich großartig für das Alles zu engagieren. Doch mit ein paar kleinen und nicht schweren Schritten kann man eventuell der absoluten Nachhaltigkeit ein Stück näher kommen. So vielleicht auch, wenn man eben anstatt nicht zertifizierter Fischprodukte, eben die zertifizierten kauft und somit wenigstens ein kleines Zeichen gegen die Überfischung der Meere setzt.

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