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Montag, 25. August 2014

Charity Shopping

Im Jahr 2013 benutzen laut Statistik 37,27 Millionen Personen das Internet zum Bestellen von Produkten. Aber nur ca. 35 % der Deutschen spenden mindestens ein Mal im Jahr.

Auf den ersten Blick scheinen diese Fakten völlig unabhängig von einander zu sein, doch gibt es einen Weg Shoppen und Spenden zu vereinen, den viele nur nicht kennen. Dieser Weg nennt sich Charity Shopping. Hier wird es möglich gemacht, dass man beim Online Shopping spenden kann ohne (!) extra Geld zu bezahlen. Klingt zunächst unmöglich, wird aber schon von mehreren Internetseiten angeboten. Im Prinzip wird Charity Shopping durch die Zusammenarbeit zwischen den Online Shops und den Organisationen möglich gemacht. Bei jedem Kauf wird ein Teil des Betrags den man bezahlt hat als Provision an die Spendenseite übertragen. Somit muss der Käufer nicht mehr bezahlen, spendet aber dennoch kleine Beträge. Fünf dieser Websites möchte ich euch nun vorstellen, indem ich die Handhabung der Seite beleuchte und das Angebot. Inwiefern die 10 meist genutzten Internet Shops (Ebay, Amazon, Tchibo, Weltbild, Bonprix, Buecher, OTTO, Quelle, Neckermann, Conrad ), sowie Eventim und DaWanda vertreten sind und welche Arten von Organisationen dabei sind, für die man spenden kann.

BOOST: Bei Boost kann man sich sowohl normal registrieren, als auch über Facebook einloggen. Laut Angaben werden 90% der Provision der Shops gespendet. Wenn man angemeldet ist, geht man einfach über den Boost Server zum gewünschten Shop. Vertreten sind hier unter sehr vielen Anderen: Amazon, OTTO und OTTO Office, Quelle, Neckermann , Conrad und DaWanda. Die Auswahl an Shops ist sehr groß, genauso wie die der Organisationen. Es ist eigentlich alles an guten Zwecken vertreten. Sowohl für notleidende Kinder, kranke Menschen, als auch für jegliche Arten von Tieren. Sobald man etwas über Boost gekauft hat, wird die Spende auf den eigenen Account geschrieben. Anschließend kann man dann entscheiden wo das Geld hingehen soll. Zudem kann man sich eine "Boost bar" für den Internetbrowser runterladen, die einen vor jedem Kauf daran erinnert diesen über Boost zu tätigen. Die Seite hat bisher auf den ersten Blick noch keine Kritik bekommen und scheint nicht nur 100% seriös und vertrauensvoll, sondern auch sehr organisiert und benutzerfreundlich.

Helfen kostet nix: Mit dieser Seite kann man vor allem kleine Projekte unterstützen, wie z.B. das Tierheim in Stuttgart. Große Organisationen wie WWF lassen sich auf den ersten Blick nicht finden. Allerdings haben kleine Projekte genauso das Geld nötig wie Große und auch hier kann man von Umweltschutz bis hin zur Hilfe für Kinder viele tolle Projekte finden. Von den meist genutzten Internet Shops sind leider nur Amazon, OTTO und Conrad dabei, allerdings auch Eventim und DaWanda. Anders als bei Boost, entscheidet man sich hier vor dem Kauf für ein Projekt. Zudem läuft dies ohne Registrierung. D.h. man wird einfach über den gewünschten Projekt Server zum Shop weitergeleitet um dort den Kauf zu tätigen. Somit ist die Handhabung zwar sehr einfach, allerdings auch, meiner Meinung nach, ein wenig unübersichtlich. Zudem stelle ich mir die Frage inwiefern man sehen kann ob jetzt etwas und wie viel gespendet wurde oder nicht. Jedoch kann dies eventuell nach Abschluss des Kaufs geschehen, das habe ich persönlich nicht ausprobiert. Alles in allem wirkt auch diese Website sehr seriös und es lässt sich keine offene Kritik finden. 

PlanetHelp: PlanetHelp bietet dem Nutzer eine sehr große Anzahl von Shops und Organisationen. Vertretene Shops sind unter Anderem: Amazon, Weltbild, Bonprix, Quelle, Neckermann, Conrad und DaWanda. Sowie bekannte Organisationen wie DKMS, Deutsche AIDS Hilfe oder auch die Deutsche Wildtier Stiftung. Jedoch sind auch viele kleine Organisationen vertreten. Des Weiteren kann man sowohl vor Ort in Deutschland, als auch weltweit viele verschiedene Organisationen unterstützen. Besonders gut finde ich hier die breite Masse an Organisationen und Shops. Zudem kann man sich auch hier mit Facebook einloggen. Das Charity Shopping läuft hier auch in drei Schritten ab. Zunächst sucht man sich den Shop aus, dann die Organisation und dann wird eingekauft und gespendet. Die Seite ist sehr benutzerfreundlich eingerichtet und ist sehr transparent. Außerdem beteiligen sich auch bekannte Schauspieler etc. offenkundig an dieser Seite.

ShopProps: Der Vorzug an ShopProps ist, dass man sich mit viele verschiedenen Accounts anmelden kann, wie z.B. Facebook, Twitter oder Google. Zudem werden mehr als 350 Shops angeboten. Darunter Amazon, Tchibo, Buecher, Conrad, OTTO Office und DaWanda. Allerdings ist die Auswahl der Organisationen eher beschränkt. Der sogenannte "Premium Partner" ist das Bündnis Entwicklung hilft. Neben diesem sind nur wenige andere Organisationen zu finden wobei diese sehr einseitig auf humanitäre Organisationen reduziert sind. Dennoch ist die Handhabung sehr gut und auch Seriösität scheint gegeben zu sein.

Clicks4Charity: Last but not least ein Anbieter mit sehr vielen Möglichkeiten.Nicht nur die Shop Auswahl ist riesig, sondern auch die Charity Organisationen. Von den 10 meist genutzten Shops sind 7 vertreten: Amazon, Ebay, OTTO, Conrad, Neckermann, Buecher und Bonprix. Des Weiteren lässt sich auch DaWanda finden. Die Seite ist sehr benutzerfreundlich. Allerdings läuft sie ebenfalls ohne Registrierung. Die Liste der Organisationen ist extrem lang und sehr vielseitig. Ob Umweltschutz (auch AtmosFair ist vertreten), Hilfe für Kinder, Hilfe für behinderte Menschen oder sozial schwache oder kranke Personen, Unterstützung verschiedener Entwicklungsländer oder Tierschutz. Hier findet sich eigentlich Alles. 

Jeder der nun Charity Shopping betreiben möchte, sollte seine eigenen Ansprüche mit denen der Seiten vergleichen. (Auch mit nicht genannte Seiten wie Gooding, Social Deal, Schulengel oder Bildungsspender) Also: Welche Shops benutze ich und welche Organisationen möchte ich unterstützen. 
Zudem rate ich dazu sich Alles gut durchzulesen. Nicht wegen irgendwelcher fiesen Fallen, sondern weil es manchmal Einschränkungen gibt. So ist es z.B. bei einigen Shops so, dass wenn man Gutscheine oder Rabatte benutzt, kein Betrag mehr als Spende getätigt wird. Zudem kann man bei einigen Websites auch sehen wie viel des Kaufbetrags gespendet wird und was davon noch für Verwaltungskosten etc von der Seite abgezogen wird. Hat man dann eine passende Charity Shopping Seite gefunden steht einem Nichts mehr im Wege. Und wie immer muss man bedenken: Jede Kleinigkeit zählt!

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