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Donnerstag, 19. Februar 2015

Dian Fossey - Ein Leben für Gorillas

Auf der Welt gibt es viele Menschen, die Tier- und Naturschutz als ihre Berufung ansehen und ihr Leben der Natur oder einer speziellen Tierart widmen. Auch Dian Fossey war so eine Person. 

myhero.com- Dian und die Affen Waisenkinder
Sie ist 1932 in San Franzisco geboren und merkte schon früh, dass sie sich besonders für die Tierwelt interessierte. Deshalb fing sie 1950 ein Studium zur Tiermedizin an, was sie jedoch abbrach und eine Ausbildung zur Ergotherapeutin machte. Dennoch hegte sie immer den Wunsch einmal nach Afrika zu reisen um dort die Natur und vor allem die vielfältige Tierwelt zu erkunden. Auch wenn sie sich für diesen Traum verschulden musste, trat Dian diese Reise im Jahr 1963 an.

In diesem sechswöchigen Urlaub lernte sie Dr. Louis Leakey, einen bekannten Anthropologen kennen. Dieser ist von ihr sehr angetan und schlägt ihr vor ein Gorilla Forschungsprojekt zu leiten. Diese Chance lies sie sich natürlich nicht entgehen. Erst in Zaire und kurze Zeit später in Ruanda in den Virungabergen hat sie sich ein Forschungslager aufgebaut. Dabei unterstützte sie fast drei Jahre lang Bob Campbell, ein erfahrener Fotograf und Naturfilmer, indem er sie im Umgang mit den Gorillas filmte. Im Zuge dieser Arbeit kamen nicht nur Bob und Dian sich näher, sondern auch die Beziehung zu den Gorillas wurde immer tiefgründiger. Im Jahr 1969, als Bob zu Dian ins Camp kam, kümmerte sie sich gerade um zwei Berggorilla Waisenkinder. Diese sollten nach Deutschland in einen Zoo exportiert werden. Indem Dian sich um sie kümmerte wollte sie sich Zeit schaffen um die Verantwortlichen davon zu überzeugen, die Tiere nicht nach Deutschland zu bringen. Doch leider vergebens.

Dies war ein harter Schlag für Dian, denn die Tiere hatten sich ihr gegenüber geöffnet, sie hatten ihr vollkommenes Vertrauen. Um diesen Verlust zu verarbeiten stürzte Dian sich mit Bob in die Arbeit. Sie näherten sich den Gorillas immer mehr und es entstand eine ganz besondere Nähe zwischen ihnen. Besonders ein Gorilla hatte das Herz von Bob und Dian gewonnen. Sie nannten ihn Digit. Er war besonders zutraulich und genügsam. 

thegalleryofheroes.com - Dian und Digit
Nebenbei wurde die Wilderei in den Virungabergen immer mehr zum Problem. Dagegen versuchte Dian sich zu wehren, indem sie versuchte den Wilderern Angst einzujagen. Doch leider konnte sie die Wilderer nicht aufhalten und 1978 muss auch Digit durch die Hand eines Wilderers Sterben. Nach diesem Verlust gründete Dian Fossey die "Digit Stiftung" mit deren finanziellen Einnahmen sie für Wächter in den Bergen sorgt, die die Wilderer aufhalten sollen.

Am 27.12.1985 wird Dian Fossey tot in ihrer Hütte im Forschungscamp entdeckt, sie wurde ermordet. Warum und wer das getan ist, ist bis heute ungeklärt. Es wird vermutet, dass es einer der Wilderer war, denen sie das Leben schwer gemacht hatte.

Dian Fossey hat nicht nur für die Wissenschaft viel erreicht, sie hat auch gezeigt was für wundervolle und schützenswerte Lebewesen Gorillas sind. Ihr letzter Wunsch war es auf dem Gorilla Friedhof beigesetzt zu werden. Die "Digit Stiftung" wurde nach ihrem Tod in die "Dian Fossey Gorilla Fund International" unbenannt, die versucht die begonnene Arbeit von Dian, den Schutz der Berggorillas fortzusetzen.



Wenn ihr selbst die tollen Aufnahmen von Dian Fossey während ihrer Arbeit sehen wollt, empfehle ich euch diese Doku:
Doku: Dian Fossey - Ein Leben für Gorillas (Dokumonster)

Dian Fossey schrieb das Buch "Gorillas in the Mist", dass 1988 verfilmt wurde mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle.

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