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Donnerstag, 9. Februar 2017

Review: More Than Honey

Viel Emotion – Wenig Info

Am Sonntag habe ich mal wieder einen gemütlichen Sofa-Tag gemacht und dabei eine Dokumentation geschaut. Ich habe mich für „More Than Honey“ entschieden, da diese Dokumentation bisher sehr gehypt wurde und ich deswegen unbedingt mal reinschauen wollte. Auch wenn Insekten eigentlich nicht so meine Lieblingstiere sind, bin ich dennoch immer wieder von ihnen fasziniert, jedenfalls mit dem nötigen Sicherheitsabstand ;)

Nun aber zur Doku:
Die Beschreibung lautete: „Dieser bereits jetzt als maßgebliches Werk gepriesene und umfassende Dokumentarfilm behandelt das weltweite Aussterben ganzer Bienenpopulationen." 
Mit dem Kommentar von Netflix: Dieser Film ist: Anspruchsvoll

Mein Kommentar: Anspruchsvoll ja, umfassend nein.

Absolut umwerfend fand ich die Qualität der Aufnahmen. Ich habe die Doku auf einem normalen Fernseher geschaut über Netflix, aber während des Films hatte ich das Gefühl plötzlich in HD zu schauen! Es war echt faszinierend die kleinen Wesen so genau zu sehen und plötzlich eine Struktur und Anmut in ihrer Vielzahl zu erkennen! Auch die Beiträge innerhalb der Doku von verschiedenen Personen fand ich sehr spannend
Doch nun komme ich zu meiner Kritik: Ich fand diese Dokumentation zwar sehr emotional, weil man viele Aufnahmen gesehen hat die einen wirklich schockierten und man tiefes Mitleid mit den Bienen empfand und man um sie und ihre Wichtigkeit trauerte. Aber leider gab es sehr wenig Infos. Bis auf die Sprecher der Dokumentation die ihre Handlungen kommentierten und eine kurze Einleitung und ein minimales Fazit durch die Off-Stimme gab es nichts Weiteres. Fast alle Handlungen wurden kommentarlos gezeigt. Sodass man sich bei jeder Szene fragen musste: Ist das jetzt gut oder schlecht für die Bienen?! Hilft derjenige da den Bienen oder ist er Teil der Zerstörung?!

Das fand ich wirklich verwirrend. Am Ende der Dokumentation habe ich zwar viele Emotionen empfunden, aber keinerlei Informationen dazu gehabt. Ich war also nicht schlauer als vorher und genau das sollte doch Ziel einer Dokumentation sein oder? Und mein Entsetzen über einige Szenen und die Motivation die daraus entstanden ist, was dagegen zu tun, hat keinerlei Input zur Umsetzung bekommen. Ich war also einfach geschockt über einige Szenen ohne zu wissen ob und warum das schlecht ist, nur aus reinem Gefühl heraus und konnte dieses Gefühl in nichts Positives umwandeln indem ich sagen konnte „Ab jetzt unterstütze ich diese Variante, weil die gut ist für die Bienen“. Denn leider wusste ich nicht welche Variante gut oder schlecht ist.


Somit ist mein Fazit zu dieser Dokumentation etwas ernüchternder als die vielversprechende Aussage „gepriesenes Werk“. Meiner Meinung nach ist „More Than Honey“ eine beeindruckende Aneinanderreihung von Nahaufnahmen, über-Bienen-sprechende-Personen und Emotionen. Aber ohne Fazit oder Lehre kann ich diese Dokumentation leider nicht weiterempfehlen, weil dies meiner Meinung nach der Sinn einer solchen Dokumentation ist. 

Aber vielleicht waren die Informationen auch nur versteckt und die Doku war einfach „zu hoch“ für mich. ;) 



Weitere Infos:
http://buy.morethanhoneyfilm.com/
https://www.youtube.com/watch?v=tkOXsuqsVQs
https://www.netflix.com/de/

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