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Sonntag, 25. Juni 2017

The Plastic-Problem: Startups & Alltagshilfen

Nach einer ganzen Weile melde ich mich mal wieder zurück, mit einem Thema, was schon eine ganze Weile aktuell ist: Plastik im Meer.

Erst vor kurzem habe ich wieder eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen „A plastic ocean“ (Verfügbar bei Netflix). Und die Bilder waren wie immer erschreckend. So viele Tiere verenden täglich an unserem Plastik Müll und selbst in Hunderten von Metern Tiefe findet sich unser Müll auf dem Meeresboden.

Aber heute möchte ich euch nicht nur erzählen wie schlimm dieses Problem ist und das wir unbedingt etwas dagegen tun müssen – nein, heute möchte ich euch zeigen WER und WAS dagegen tut und getan werden kann! Somit stelle ich euch heute ein paar coole Startups und Alltags-Tipps vor, die diesem Problem entgegenwirken.

Eines der wohl bekanntesten Startups in diesem Bereich ist „TheOceanCleanUp“. Gegründet von Boyan Slat aus den Niederlanden ist es eine absolute Erfolgsgeschichte des 21. Jahrhunderts. Der 22-Jährige hat eine Fangvorrichtung entwickelt, bei der gigantische Arme mit der Wasserströmung im Meer an der Oberfläche treiben und den Plastikmüll einsammeln. Diese Idee wurde in den letzten vier Jahren durch Crowdfunding und viele Unterstützer weiterentwickelt und soll 2018 erstmalig umgesetzt werden. 

Doch was passiert mit dem ganzen Müll, wenn wir ihn dann aus den Meeren gesammelt haben? Er muss weiterverarbeitet werden und genau das tun diese zwei Startups: 

"Bionic Yarn" ist ein Biotech-Startup, welches den Müll aus dem Meer zu Garn weiterverarbeitet. Musiker und Stilikone Pharrel Williams unterstützt diese Mode aus Plastikresten und hat persönlich in dieses Startup investiert. Und bald soll sogar in Zusammenarbeit mit dem Modelabel "G-Star" eine "Raw for the Oceans"- Jeanskollektion herausgebracht werden.

In einem ganz anderem Bereich tätig, aber mindestens genauso innovativ ist das Unternehmen "ByFusion". 
Dieses Unternehmen hat ein alternatives Baumaterial entwickelt, welches aus jeglicher Form von Plastik Müll hergestellt wird. Dieses Material kann sogar in verschiedenen Dichten hergestellt werden und somit für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Außerdem ist das Verfahren sehr umweltfreundlich, da es keine Vorwäsche oder Sortierung des Mülls benötigt. 


Aber selbst wenn es tolle Startups gibt, die den Müll aus den Meeren holt, reicht das noch nicht aus. Denn wenn der Kreislauf nicht am Anfang der Kette gestoppt wird, also bei jedem einzelnen von uns, dann wird dies eine Sisyphusufgabe für alle Retter der Welt. Aber auch hier gibt es kluge Köpfe die sich Gedanken gemacht haben:


Entdeckt habe ich dieses Startup im Enorm-Magazin. Diese Jungs, leidenschaftliche Surfer, lieben das Meer und wollen es so erhalten wie es ist. Ihnen ist bewusst geworden, dass nicht nur das Plastik ein Problem ist, dass wir mit bloßem Auge sehen können wie z.B. Tüten oder Netze die im Meer umhertreiben. Der wirkliche Feind liegt im Verborgenen – Mikroplastik. Ohne Mikroskop nicht zu erkennen. Aber somit für die Tiere und Lebewesen im Meer nur noch gefährlicher. Und für diese Art von Plastik ist jeder Mensch verantwortlich, der seine Wäsche wäscht. Kaum zu glauben oder? Auf diese Weise schwemmt „allein eine Stadt wie Berlin […] jeden Tag eine Plastikmenge von 540.000 Tüten in die Gewässer“ (Enorm Magazin). Denn Mikroplastik kommt im Großteil unserer Kleidung vor, wie z.B. in Socken. Also was können wir jetzt dagegen tun? Das Startup Guppy Friend aus Berlin hat einen Waschbeutel entwickelt, der Mikroplastik beim Waschgang herausfiltert. Das Mikroplastik wird dann im Beutel angesammelt und kann von dort aus entsorgt werden.

Ein weiteres Startup, was euch hilft im Alltag weniger Plastik zu verbrauchen ist "Original unverpackt". Dieses Unternehmen hat ein Supermarkt-Konzept entwickelt, bei dem die Lebensmittel ohne Verpackungen angeboten werden um den Konsumenten ein verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. Bisher gibt es einen Laden in Berlin, aber auch einen deutschen und englischen Online Shop, bei dem ihr verschiedene Produkte für ein verpackungsfreies Leben bekommt. Aber es gibt bereits ähnliche Konzepte in anderen Städten wie beispielsweise "Ohne" in München. Ich hoffe, dass sich dieses Konzept weiter verbreitet und hoffentlich irgendwann in jedem Ort zu finden ist!

Wie ihr nun sicherlich gemerkt habt, ist Plastik ein großer Problem, aber es gibt bereits eine Vielzahl an Personen die sich diesem Problem mit coolen, innovativen Lösungen stellen wollen und die Zahl wächst täglich. Und auch wenn nicht jeder von uns eine brillante Startup Idee hat um den Plastik Müll aufzuhalten, so können wir wenigstens im Alltag unser Bestes geben den Plastik Müll zu vermeiden und coole Startups, wie die eben beschriebenen, tatkräftig unterstützen!


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