#Gesehen: Marvel's Jessica Jones - Staffel 1 & 2

Bildquelle: http://juhclaro.com/seriado-jessica-jones/
Seit Anfang März ist die zweite Staffel von Marvel's Jessica Jones auf Netflix verfügbar. Die erste Staffel habe ich innerhalb von Tagen durch gesuchtet, bei der zweiten hat es etwas länger gedauert. Warum mich die Serie gepackt hat und wie ich die Staffeln finde, möchte ich Euch jetzt erzählen. (#nospoiler)

Jessica Jones präsentiert sich in der Serie zunächst als absolute Anti-Heldin. Wer sich eine Heldin in Cape und Anzug vorstellt, die mit positiven Eigenschaften als Vorbild voran geht und die Menschen vor Unrecht und Leid schützt, der liegt hier mehr als falsch. Diese Protagonistin mit Superkräften nutzt diese lediglich um ihrer Arbeit als Privatdetektivin nach zu gehen und hält sich ansonsten lieber fern von Menschen. Was auf den ersten Blick einfach nur verkorkst wirkt, stellt sich innerhalb der ersten Staffel als nachvollziehbarer Lebensstil heraus, den wohl jeder bevorzugen würde, der ihre Geschichte erlebt hat. In der ersten Staffel begegnet Jessica Jones ihrem größten Feind Kilgrave, ebenfalls ein Mensch mit Superkräften, der diese auf morbideste Weise nutzt um Menschen zu verletzen und seinen Willen zu bekommen.

In der zweiten Staffel von Jessica Jones spielt Kilgrave nur noch eine sehr kleine Rolle. Hier wird stattdessen der Fokus auf ihre Familiengeschichte gelegt sowie auf die Frage wie sie zu ihren Kräften gekommen ist. Gemeinsam mit ihrer Adoptiv-Schwester Trish, die bereits aus der ersten Staffel bekannt ist, macht sie sich auf die Suche nach Antworten und stößt dabei auf unerwartete Wendungen, die ihr Leben mehr als verändern.

Mir persönlich hat die erste Staffel etwas besser gefallen als die Zweite, da ich viel mehr von der Serie gepackt wurde und die Spannung als größer empfunden habe. Beide Staffeln haben 13 Folgen. Die erste Staffel hatte ich gefühlt in einer Woche durch, die zweite in 3 Monaten - das sagt glaube ich schon viel aus. Dennoch finde ich, dass die zweite Staffel einen guten Themenwechsel hatte. Kilgrave tauchte zwar auf, aber nicht in einem zu großen Umfang, denn die Geschichte ist nach der ersten Staffel auf jeden Fall durch. Insgesamt gefällt mir besonders gut an der Serie, dass Jessica Jones eben nicht die Vorzeige-Heldin ist, sondern vieles zu bewältigen hat und trotz ihrer Superkräfte emotional immer wieder zu scheitern droht. Ich finde diese Darstellung einer Heldin ermöglicht eine ganz neue Perspektive und macht diesen Charakter sehr zugänglich. Man fühlt mit ihr und versteht manchmal nur zu gut warum sie so verkorkst ist. Durch die zweite Staffel lernt man die verschiedenen Charaktere und ihre Geschichten noch besser kennen - das gefällt mir sehr gut! Man taucht dadurch noch tiefer in die Marvel-Welt ein und hat das Gefühl die Menschen dort zu kennen.

Fazit: Jessica Jones (und besonders die erste Staffel) ist absolut empfehlenswert, vor allem für Marvel Liebhaber!


Habt ihr die Serie auch schon gesehen? Wenn ja, bin ich sehr gespannt auf eure Meinungen - hinterlasst gerne einen Kommentar!

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